
44309/GALLERY: Eröffnung „HNRX – FRAGMENTS“
Die neuen Arbeiten von HNRX (AT) erforschen die ästhetische, soziale und emotionale Bedeutung von Objekten. Alltagsgegenstände werden nicht als rein funktionale Dinge verstanden, sondern als Träger persönlicher und kollektiver Erinnerungen, geprägt durch Gebrauch, Besitz und räumliche Kontexte.
Basierend auf Beobachtungen im privaten und öffentlichen Raum werden die Arbeiten zunächst zeichnerisch untersucht und anschließend abstrahiert. Durch Reduktion, Schichtung und formale Verschiebungen lösen sich die Motive allmählich von ihrer ursprünglichen Funktion, während ihre emotionalen und narrativen Qualitäten erhalten bleiben. Die für 2026 entstandenen Arbeiten bewegen sich zwischen Dokumentation und Transformation und übersetzen immaterielle Geschichten und Erfahrungen in eine eigenständige Bildsprache.
In letzter Zeit beschäftigt sich HNRX intensiv mit der Abstraktion seiner Zeichnungen: Alltagsszenen werden fragmentiert, verzerrt, umgestaltet und durch Farbe intensiviert. Einzelne Objekte verschmelzen zu neuen visuellen Kompositionen – und bilden so die Grundlage der aktuellen Werkreihe FRAGMENTS.
Eröffnung: Freitag, 20. Februar 2026 von 19 bis 22 Uhr
Die Ausstellung ist vom 20. Februar bis zum 19. März 2026 zu sehen
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag von 15 bis 18 Uhr
Samstag von 15 bis 17 Uhr
44309//GALLERY, Rheinische Str. 16, 44137 Dortmund
Über HNRX
HNRX ist ein bildender Künstler, dessen künstlerische Praxis sich mit der Ästhetik sowie der sozialen und emotionalen Bedeutung von Objekten auseinandersetzt. In seinen Arbeiten werden Objekte nicht als funktionale Alltagsgegenstände verstanden, sondern als Träger individueller und kollektiver Erzählungen, geprägt durch Gebrauch, Besitz und räumlichen Kontext. Das Objekt fungiert somit als Schnittstelle zwischen persönlicher Erinnerung, sozialer Zuschreibung und ästhetischer Form.
Ausgangspunkt des künstlerischen Prozesses sind Alltagsgegenstände, die aus kontinuierlichen Beobachtungen privater und öffentlicher Räume hervorgehen. Diese Objekte werden zunächst zeichnerisch dokumentiert und analysiert. Das Zeichnen dient dabei nicht nur der formalen Dokumentation, sondern auch der Annäherung und Aneignung. Parallel dazu werden die in den Objekten enthaltenen Geschichten oft durch Interviews mit Personen rekonstruiert, die eine biografische Beziehung zu dem jeweiligen Objekt pflegen. Zusätzlich fließt die subjektive Interpretation des Künstlers als reflexive Ebene in den Prozess ein.
Durch Reduktion, Überlagerung und formale Verschiebung erhalten die Motive häufig neue Bedeutungen und erfahren eine zunehmende Abstraktion, wodurch sie sich bewusst von der ursprünglichen Funktion und Erkennbarkeit des Objekts distanzieren. Während die konkrete Form des Objekts in den Hintergrund tritt, bleiben seine emotionalen, narrativen und ästhetischen Qualitäten als strukturierende Elemente des Werkes erhalten.
Die Arbeiten von HNRX bewegen sich somit im Spannungsfeld zwischen Dokumentation und Transformation, zwischen analytischer Untersuchung und subjektiver Positionierung. Sie thematisieren Fragen der Sichtbarkeit von Erinnerung, der Materialisierung von Erfahrung und der Möglichkeit, immaterielle Erzählungen in eine visuelle Sprache zu übersetzen. In diesem Sinne wird die künstlerische Praxis als eine Form der Forschung verstanden.