Kreativwirtschaft

 

Das Wirtschaftsfeld der Kultur- und Kreativwirtschaft umfasst elf Teilmärkte:

  • MUSIKWIRTSCHAFT
  • BUCHMARKT
  • KUNSTMARKT
  • FILMWIRTSCHAFT
  • RUNDFUNKWIRTSCHAFT
  • MARKT FÜR DARSTELLENDE KÜNSTE
  • DESIGNWIRTSCHAFT
  • ARCHITEKTURMARKT
  • PRESSEMARKT
  • WERBEMARKT
  • SOFTWARE/GAMES INDUSTRIE

 

Kultur- und Kreativwirtschaft in Dortmund (2019)

 

1.750  Unternehmen und Selbstständige (+17 % gegenüber 2012)

7.100  Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (+29 % gegenüber 2012 / +42 % gegenüber 2007)

1.250  Geringfügig Beschäftigte (- 5 % gegenüber 2012)

Insgesamt waren in 2019 ca. 10.100 Erwerbstätige in der Kultur- und Kreativwirtschaft in Dortmund tätig. Dies entspricht einem Wachstum von +21 % gegenüber dem Jahr 2012. Im gleichen Zeitraum lag das Wachstum in der Metropole Ruhr bei +12,2 % und in NRW und in Deutschland bei jeweils +11,7 %.

Dortmund zählt im Wirtschaftsfeld Kultur- und Kreativwirtschaft zu den drei gründungsstärksten Städten/ Regionen in der Metropole Ruhr.

 

(Quelle: Prognos AG [2020] Die Kultur- und Kreativwirtschaft in der Metropole Ruhr; Masterplan Kreatives Dortmund [2012])

 

Kultur- und Kreativwirtschaft - Einordnung Gesamtwirtschaft Deutschland

 

Die Kultur- und Kreativwirtschaft wird insbesondere von Freiberuflern sowie von Klein- und Kleinstbetrieben geprägt. Sie sind überwiegend erwerbswirtschaftlich orientiert – also nicht primär im öffentlichen (Museen, Theater, Orchester in öffentlicher Trägerschaft) oder zivilgesellschaftlichem Sektor (Kultur-, Kunstvereine, Stiftungen, etc.) – und beschäftigen sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und/oder medialen Verbreitung von kulturellen oder kreativen Gütern und Dienstleistungen.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem der dynamischsten Wirtschaftszweige der Weltwirtschaft entwickelt. Im Jahr 2018 betrug der Beitrag der Kultur- und Kreativwirtschaft zur volkswirtschaftlichen Gesamtleistung (Bruttowertschöpfung) in Deutschland 100,5 Milliarden Euro (Anteil am BIP: 3,0 Prozent). Damit übertrifft die Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachen Wertschöpfung inzwischen andere wichtige Branchen wie die chemische Industrie, die Energieversorger oder aber die Finanzdienstleister. Nur die Automobilindustrie erzielt mit 166,7 Milliarden Euro eine höhere Bruttowertschöpfung.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft verbindet traditionelle Wirtschaftsbereiche, neue Technologien und moderne Informations- und Kommunikationsformen. Insbesondere die Software-/Games-Industrie zeigt durch die Vernetzung der verschiedenen kulturellen Sparten wie Film, Video, Musik, Text oder auch Animation das besondere Potential der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Die Kultur und Kreativwirtschaft ist aber nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, sondern vor allem ein Innovationsmotor für andere Branchen und zudem ein wichtiges Element einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung.

(Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)