Auswirkungen von Corona auf die Kultur- und Kreativwirtschaft

Liebe Unternehmer*innen der Dortmunder Kultur- und Kreativwirtschaft, durch die Ausbreitung des Corona-Virus ist das öffentliche Leben stark eingeschränkt, die Kultur- und Kreativwirtschaft ist wirtschaftlich erheblich betroffen. Ab sofort bieten wir hier hilfreiche Informationen, Links sowie Ansprechpartner und informieren über die aktuellen Entwicklungen rund um das Corona-Virus.

Informationen der Stadt Dortmund zum Corona-Virus
Häufig gestellte Fragen zu Freizeit, Kultur und Veranstaltungen in Dortmund
Wirtschaftsförderung Dortmund: Fragen und Antworten für Unternehmen und Selbstständige zum Corona-Virus

NRW-Soforthilfe 2020

Um den Schaden für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen in Folge der Corona-Krise abzufedern, hat der Bund ein Soforthilfeprogramm Corona aufgelegt. Die Landesregierung hat beschlossen, das Angebot des Bundes 1:1 an die Zielgruppen weiterzureichen und dabei zusätzlich den Kreis der angesprochenen Unternehmen noch um die Gruppe der Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten zu erweitern. Anträge müssen bis spätestens 30. April 2020 gestellt werden.

– 9.000 Euro für antragsberechtigte Solo-Selbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten
– 15.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten
– 25.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten

Alle Informationen zum elektronischen Antragsverfahren → hier

Hilfspaket der Landesregierung

Wirtschaftsgipfel in NRW: Landesregierung sagt → NRW-Rettungsschirm zu – Sondervermögen von 25 Milliarden Euro

Das Land NRW hat zusätzlich zum Bund einen landeseigenen Rettungsschirm mit einem Sondervermögen von 25 Milliarden Euro aufgespannt, um die Folgen der Coronakrise abzufedern und Arbeitsplätze zu sichern. Neben vielen weiteren Maßnahmen sind in diesem Sondervermögen auch Mittel für den Mittelstand, Kleinunternehmen, Selbständige, Gründer und Kulturschaffende enthalten.

ZENIT übernimmt die zentrale NRW-Hotline für das Hilfspaket der Landesregierung. Informationen zu dem kompletten Maßnahmenpaket finden Sie → hier

Die Hotline für den Rettungsschirm „Unternehmen-Soforthilfe NRW“ ist ab sofort geschaltet. Sie erreichen die Hotline werktags zwischen 8:00 und 18:00 Uhr unter der Telefonnummer 0208 30004-39.

Soforthilfe für freischaffende, professionelle Künstler*innen

Mit einer Soforthilfe in Höhe von zunächst fünf Millionen Euro unterstützt die Landesregierung zudem freischaffende, professionelle Künstler*innen, die durch die Absage von Engagements in finanzielle Engpässe geraten. Sie erhalten eine existenzsichernde Einmalzahlung in Höhe von bis zu 2.000 Euro. Die Soforthilfe kann mittels eines einfachen → Formulars bei den zuständigen Bezirksregierungen beantragt werden und muss später nicht zurückgezahlt werden!

Verfahrenserleichterungen bei Förderungen

Neben der Soforthilfe schaffen Anpassungen in den regulären Förderverfahren Sicherheit für die Kultureinrichtungen und –akteure. Grundsätzlich gilt dabei: Die bereits bewilligten bzw. derzeit noch in Prüfung befindlichen Förderungen (Stichtag: 15. März 2020) im Gesamtvolumen von mehr als 120 Millionen Euro werden in jedem Falle ausgezahlt – auch dann, wenn die Veranstaltungen und Projekte aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt oder verschoben werden müssen.

Zusätzliche Ausnahmeregelungen sollen Veranstalter und Einrichtungen finanziell wie zeitlich entlasten: So können etwa Ausfallkosten, die durch Absagen entstehen, als zuwendungsfähige Ausgaben im Rahmen der Förderungen anerkannt werden sowie die üblicherweise bei der Verwendung von Fördermittel geltenden zwei-Monats-Fristen gelockert werden.

Informationen

Bundesagentur für Arbeit: Corona-Grundsicherung

Die Ausbreitung des Coronavirus hat spürbare Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt. Eine Folge sind bei vielen Menschen Sorgen um die finanzielle Existenz. → Die Bundesagentur für Arbeit informiert darüber, welche Unterstützung in dieser Situation der Bezug von Grundsicherung (auch genannt: Arbeitslosengeld II) sein kann. Der Zugang zu dieser finanziellen Leistung wurde durch das Sozialschutz-Paket der Bundesregierung vorübergehend erheblich erleichtert.

Notfallkinderzuschlag für erwerbstätige Eltern

Die Ausbreitung des Corona-Virus stellt viele Familien vor große organisatorische und finanzielle Probleme: Eltern müssen wegen Kita- und Schulschließungen die Betreuung ihrer Kinder selbst organisieren, können ihrer Arbeit nicht in vollem Umfang nachgehen, sind in Kurzarbeit oder haben wegen ausbleibender Aufträge gravierende Verdienstausfälle. Um Familien mit kleinen Einkommen zu unterstützen, hat das Bundesfamilienministerium deshalb einen → Notfall-KiZ gestartet. Für den Notfall-KiZ wird der Berechnungszeitraum deutlich verkürzt. Familien, die ab dem 1. April einen Antrag auf den KiZ stellen, müssen nicht mehr das Einkommen der letzten sechs Monate nachweisen, sondern nur das des letzten Monats vor der Antragstellung. Es kann sich also lohnen, nach dem 1. April einen Antrag auf Notfall-KiZ zu stellen, wenn es bereits im März zu nicht unerheblichen Verdienstausfällen gekommen ist.

Liquiditätssicherung

Für die Überbrückung von Liquiditätsengpässen können Kredite durch die → Bürgschaftsbank NRW (bis 2,5 Mio. Euro) und das → Landesbürgschaftsprogramm (ab 2,5 Mio. Euro, auch Großunternehmen) besichert werden. Auf den jeweiligen Internetseiten finden Sie weiterführende Informationen sowie Ansprechpartner*innen.

Kleine Unternehmen und Existenzgründer*innen haben die Möglichkeit, aus dem → Mikromezzaninfonds Beteiligungskapital von bis zu 75.000 Euro direkt bei der Kapitalbeteiligungsgesellschaft (KBG) in Neuss zu beantragen. Sicherheiten sind hierfür vom Unternehmen nicht zu stellen. Das führt nicht nur zur sofortigen Liquiditätsstärkung, sondern verbessert auch das Rating des Unternehmens und damit seine Kreditwürdigkeit.

Kurzarbeitergeld

Erleiden Firmen in Deutschland durch die Folgen von Corona Auftragsengpässe, ist dafür ein Ausgleich über Kurzarbeitergeld (KUG) möglich. Dieses muss von den Unternehmen bei der zuständigen Agentur für Arbeit beantragt werden.

Beim → Kurzarbeitergeld übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn eine Firma ihre Beschäftigten in Kurzarbeit schickt. Den Arbeitgeber*innen sollen außerdem die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden erstattet werden. Arbeitgeber*innen können Kurzarbeitergeld beantragen, wenn mindestens 10% der Belegschaft von einem erheblichen Arbeitsausfall betroffen ist. Die Maßnahme soll Unternehmen helfen, bei eingebrochenem Geschäft Mitarbeiter*innen zu halten. Achtung: Kurzarbeitergeld gibt es nicht für geringfügig Beschäftigte.

Entschädigung durch Verdienstausfall durch Quarantäne

Sollte wegen des Corona-Virus ein Tätigkeitsverbot (z.B. Quarantäne) ausgesprochen werden, kann eine Entschädigung beantragt werden. Nach dem Infektionsschutzgesetz erhalten auch Selbstständige und Freiberufler*innen den Verdienstausfall ersetzt. Grundlage der Berechnung der Entschädigung ist der letzte vorliegende Einkommensteuerbescheid. Der Antrag muss innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Einstellung des Tätigkeitsverbots oder Ende der Absonderung gestellt werden. Zuständig für Dortmund ist der → Landschaftsverband Westfalen Lippe.

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Herr Tölle: 0251 591-8218
Frau Volks: 0251 591-8411
Herr Konopka: 0251 591-8136

Beratung NRW.BANK

Bei Fragen hilft Ihnen die landeseigene Förderbank NRW.BANK weiter. Die Förderberater*innen informieren und beraten individuell und diskret über die Förderinstrumente des Landes. Wichtig ist, sich so früh wie möglich zu melden, um gezielt und rechtzeitig alle Möglichkeiten auszuloten.

NRW.BANK-Service-Center: 0211 91741 4800

Bei notwendigen Überbrückungsfinanzierungen sollten Sie zudem zeitnah das Gespräch mit der Hausbank suchen, denn die Vergabe von Bürgschaften, Haftungsfreistellungen und günstigen Krediten erfordert immer die Begleitung durch eine Hausbank.

Aussetzung und Herabsetzung von Steuerzahlungen

Auf Antrag können laufende Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer herabgesetzt oder ausgesetzt werden. Fällige Steuerzahlungen lassen sich stunden, Säumniszuschläge können erlassen werden. Auf Vollstreckungsmaßnahmen kann vorübergehend ebenso verzichtet werden. Bitte wenden Sie sich direkt telefonisch an das für Sie zuständige → Finanzamt.

Zahlung von Beiträgen zur Sozialversicherung

Künstler*innen und Publizist*innen, die in der Künstlersozialkasse versichert sind, können eine Änderungsmitteilung darüber machen, dass sich ihr Arbeitseinkommen ändert. Das Formular finden Sie → hier.

Ansprüche auf den Gesamtsozialversicherungsbeitrag können nach § 76 SGB IV gestundet werden, wenn die sofortige Einziehung mit erheblichen Härten für das Unternehmen verbunden wäre und der Anspruch durch die Stundung nicht gefährdet wird. Die Stundung setzt einen entsprechenden Antrag voraus, wobei Sie das Vorliegen der jeweiligen Voraussetzungen belegen müssen.

Über den Antrag entscheiden „nach pflichtgemäßem Ermessen“ die Krankenkassen Ihrer Arbeitnehmer*innen als zuständige Einzugsstellen. Bitte wenden Sie sich direkt an Ihre jeweils zuständigen Krankenkassen.

Soforthilfen

Über die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) können Inhaber*nnen eines Wahrnehmungsvertrags aus der freien Szene eine einmalige Soforthilfe in Höhe von 250 Euro beantragen, wenn sie durch virusbedingte Veranstaltungsabsagen Honorarausfälle erlitten haben. Betroffene wenden sich zur Beantragung bitte direkt an die → GVL.

Fördermittel für laufende Projekte

Sie setzen gerade mit Hilfe von Fördermitteln ein Projekt um und müssen Veranstaltungen und/oder Reisen absagen? Wie sich das auf die Abrechnung der Fördermittel auswirkt, dazu gibt es noch keine allgemeingültige Regelung. Kulturstaatsministerin Monika Grütters kündigte an, bei vom Bund geförderten Projekten und Veranstaltungen, die wegen des Coronavirus abgesagt werden müssen, auf Rückforderungen so weit wie möglich zu verzichten. Weitere Informationen zu den Hilfsmaßnahmen für die Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung finden Sie → hier.

Stufen-Plan zum Schutz deutscher Startups

Der Bundesverband Deutsche Startups hat heute seinen 4-Stufen-Plan zum Schutz deutscher Startups in der Corona-Krise vorgelegt. Mehr Informationen dazu erhalten Sie → hier.

Fragen und Antworten rund um das Coronavirus

Wie stelle ich einen betrieblichen Pandemieplan auf? Wo gibt es aktuelle Infos? Ein Mitarbeiter ist infiziert – was tun? → Hilfreiche Links und Tipps für Unternehmen finden Sie bei den IHKs in NRW.

Kurzumfrage

KREATIVE DEUTSCHLAND und das Netzwerk der öffentlichen Fördereinrichtungen für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland (PCI – Promoting Creative Industries) haben eine Kurzumfrage gestartet und eine erste Pressemitteilung zu den Auswirkungen der Ausbreitung des Corona-Virus auf die Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland → veröffentlicht.

IHK zu Dortmund – Corona-Hotline

Die → IHK zu Dortmund hat unter Tel.: 0231/ 5417-444 eine Hotline freigeschaltet, unter der Unternehmen, Gewerbetreibende, Selbstständige und Auszubildende wichtige Informationen rund ums Thema Corona-Virus bekommen.

Bundesweite Fördersuche

Eine um das Stichwort Corona-Hilfen ergänzte Förderdatenbank des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. → Hier sind alle Förder- und Finanzierungsangebote zum Thema aufgelistet.

CREATIVE.NRW - aktuelle Informationen für Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft in NRW

Das neuartige Coronavirus trifft auch die Kultur- und Kreativwirtschaft in NRW hart. Auf → dieser ständig aktualisierten Seite finden Sie Infos zu Unterstützungsmöglichkeiten und Ansprechpartner*innen.

Kreative Deutschland: Soforthilfen für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland

Katalog der Hilfs- und Unterstützungsangebote nach Kategorien und Bundesländern

Weitere Links zum Thema Corona-Virus

Wirtschaftsministerium NRW → Unterstützungshilfen, Informationen und Ansprechpartner für Unternehmen zum Thema Corona-Virus

Gesundheitsministerium NRW → Maßnahmenpakete Corona-Virus

Landesregierung Nordrhein-Westfalen → Portal zum Corona-Virus

ver.di – Handreichung für die → Unterstützung selbständiger und freier Kulturschaffender

Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung → BMWi-Hilfen

Architektenkammer NRW → Rechtliche Auswirkungen des Corona-Virus

KfW Bank-Corona-Hilfe → Kredite für Unternehmen

Verband unabhängiger Musikunternehmen e.V. (VUT): → Informationen für Musikunternehmer*innen

Deutsche Orchestervereinigung e.V.: Corona-Virus → Leitfaden für freischaffende MusikerInnen - AKTUALISIERT

Startnext Corona Hilfsaktion → Spenden und Crowdfunding für alle vom Shutdown Betroffenen

GEMA → Informationen für Musiknutzer

Informationen zur Corona-Krise für Unternehmen der → Games-Branche

FFA beschließt Maßnahmenpaket für die deutsche → Film- und Kinowirtschaft

Allianz Deutscher Designer → Linkliste für Corona-Hilfen

Wir weisen darauf hin, dass die Angaben in diesem Beitrag nicht rechtsverbindlich sind. Vielen Dank an → CREATIVE.NRW für die Bereitstellung einiger Informationen.

Bei Fragen kontaktiert uns gerne unter dortmund-kreativ@stadtdo.de, wir melden uns dann bei Euch.

Viele Grüße, alles Gute und bleibt gesund!
Euer Team der Stabsstelle Kreativquartiere

Christian Weyers, Jan Wittkamp, Reinhild Kuhn und Marc Röbbecke

Die Stabsstelle Kreativquartiere Dortmund ist zentraler Ansprechpartner für die Dortmunder Kultur- und Kreativwirtschaft.

Unter dem Namen DORTMUND KREATIV unterstützt die Stabsstelle die kultur- und kreativwirtschaftlichen Entwicklungen in Dortmund und stärkt die verschiedenen Akteure und Projekte durch Vernetzung. Mit vielfältigen Aktivitäten – z. B. Ausstellungen, Workshops, Vortragsreihen, Beratungen, Stammtischen, und Pop-Up-Büros – setzt sich DORTMUND KREATIV für die Belange der Kreativen in Dortmund ein.

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