Künstlerisch-Kreative Interventionen im Stadtraum

 

Ein aufregender Sommer ging erst kurz vor Weihnachten 2021 zu Ende. Mit Mitteln aus dem Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR konnten über einhundert multidisziplinäre, künstlerisch-kreative Interventionen im Dortmunder Stadtraum realisieren und so gemeinsam mit den kreativen Akteur*innen das kulturelle Leben aus dem digitalen Raum wieder in die urbane Öffentlichkeit verlagern.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft hat in besonderer Weise unter der Corona-Pandemie gelitten. Viele Kreative verloren die Möglichkeit, ihre Arbeiten vor Publikum zu präsentieren. Um ihnen wieder Auftritts- und Präsentationsmöglichkeiten zu bieten, wurden unter dem Titel »Alles muss raus!« verschiedene Projekte initiiert. Dies wurde gemeinsam mit dem Kulturbüro Dortmund, dem Kulturdezernat der Stadt Dortmund, der Musikschule Dortmund und dem Theater Dortmund umgesetzt. Unser in diesem Rahmen realisiertes Teilprojekt war der JAHR100SOMMER.

Dabei wurde im Zeitraum August bis Dezember 2021 der Dortmunder Stadtraum mit multidisziplinären, künstlerisch-kreativen Interventionen bespielt. Dinge, Bilder, Musiker*innen und Künstler*innen tauchten auf, waren da und verschwanden wieder. Die Stadt wurde zum Kunst- und Erlebnisraum, wo hinter jeder Ecke eine Überraschung warten konnte. Interessierte konnten sich auf die Suche machen, Passant*innen und Flaneur*innen registrierten es beiläufig im Vorbeigehen. Die Bandbreite reichte von Popup-Lesung und Soloauftritt, Live- Musik, ortsbezogener Inszenierung, grafischen Interventionen, szenografischer Ortsbestimmung bis hin zu verschiedenen Präsentationen künstlerischer Arbeiten.

Über 70 Popup-Konzerte und Lesungen wurden im Stadtgebiet durchgeführt – z. B. in der Innenstadt-Nord, im Rombergpark, in Aplerbeck, in Lütgendortmund, in Hombruch, in Hörde, in Marten, im Dortmunder Hafen und natürlich auch in der Innenstadt. Parallel dazu wurden künstlerische Arbeiten im Stadtraum präsentiert. An verschiedenen Orten wie in Schaufenstern, an Fahnenmasten, auf (Groß-)Plakaten, in Durchgängen und Passagen, konnte man immer wieder Kunst, Literatur, Fotografie, Film und Design entdecken.

Wir bedanken uns besonders bei allen kreativen Akteur*innen, die maßgeblich dazu beigetragen haben, dass der JAHR100SOMMER so erfolgreich war:

24/X young artists, Marisa Alvarez, Anke Ames, Janina Balzer, Janna Banning, Johanna K Becker, Tobias Becker, Britta Bogers, Patrick Borchers, Evelyn Bracklow, Cyril Buchart, CHORsett, Color of Strings, Dan Dryer, Lea Carla Diestelhorst, DOCKS e.V., Dortmunder Gruppe e.V., Lena Elble, Ensemble Trallafitti, Julian Faulhaber, Christel Fetzer, Hanna Flieder, Nicola Gördes, Anna Haifisch, Lennart Heins, Sven Hensel, Juliane Herrmann, Hördy Gördy, Sandra Greiling, Annika Janssen, Jazzheadz, Frank Josten, Victoria Jung, Kammerchor belcando e.V., Alexander Kersting, Kim Catrin, Konstantin Kersting Trio, Jörg Koslowski, Ivette Vivien Kunkel, Lobby Boy, Miu-Wah Lok, Stefan Marx, Steffen Mischke, Jamin Pamin, Pele Caster, Astrid Piethan, Pilloso, Svenja Przigoda, Fabian Ritter, Stella Rossié, Daniel Sadrowski, Neele Schulz, SGV Wickede-Asseln, Max Slobodda, Sloe Noon, Christiane Stegat, Birte Stolte, Max Sudhues, Patricia Tarczynski, The Erwin Trio, The Spam Jazz Trio, TRIO KARIBE, Valo Mar, Holger Weber Trio, Viola Welker, Well Connected, Hannes Weyland, Markus Willeke und YAWN.

Der JAHR100SOMMER hat gezeigt, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor ist, sondern vor allem einen wichtigen Teil des kulturellen Lebens in unserer Stadt ausmacht und das nicht nur für einen Sommer!

Alle Künstler*innen und Orte findet ihr hier.


Der Jahrhundertsommer ist ein Projekt von DORTMUND KREATIV und wurde als Teil des Gesamtkonzepts „Alles muss raus!“ im Programm Kultursommer 2021 durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus NEUSTART KULTUR gefördert.

 


„Drifter“ von Anna Haifisch in der Wißstraße (Foto: Reinhild Kuhn, DORTMUND KREATIV)


„Entrepot II“ von Dan Dryer im Treppenhaus (Abgang 2) Parkhaus Hansaplatz (Foto: Jens Sundheim)


„Umgelegt“ von Patrick Borchers in der Olpe / Stadthaus (Foto: Jens Sundheim)


„Dancing With Myself 1/2“ von Neele Schulz am S-Bahnhof Stadthaus (Foto: Reinhild Kuhn / DORTMUND KREATIV)


Fotografien von Max Slobodda im Dortmunder Stadtgebiet (Foto: Max Slobodda)


„Attitute“ von Juliane Herrmann in der Geschwister-Scholl-Straße (Foto: Juliane Herrmann)


„The Flood In Western Germany“ von DOCKS e.V. an der Brinkhoffstraße (Foto: DOCKS e.V.)


„Dungeon Gruppe | Castlemania.“ von Jamin Pamin in der Potgasse (Foto: Jens Sundheim)


„Nichts ist unveränderlich“ von Lea Carla Diestelhorst in der Wißstraße (Foto: Reinhild Kuhn, DORTMUND KREATIV)


„Krisenskulpturen“ von Astrid Piethan und Tobias Becker an der Fassade des Gebäudes Ecke Schwanenwall/Geschwister-Scholl-Straße (Foto: Astrid Piethan)


„Die Tiere bleiben unruhig“ von Daniel Sadrowski an der Schützenstraße (Foto: Daniel Sadrowski)


Video-Projektion von 24/X young artists im Dortmunder Hafen (Foto: Roland Baege)


„Filzstift R01“ von Janna Banning in der Wißstraße (Foto: Reinhild Kuhn, DORTMUND KREATIV)


„Birds of Passage“ von Victoria Jung im Schaufenster „Lütgenau“ am Ostenhellweg (Foto: Victoria Jung)


„Be kind to our planet“ von YAWN | Annika Janssen & Sandra Greiling an der Pauluskirche/ Schützenstraße (Foto: Daniel Sadrowski)


 

Die für Dortmund entworfenen Fahnen von Stefan Marx am Südwall (Foto: Reinhild Kuhn, DORTMUND KREATIV)