
MusikStammtisch Dortmund: Experimentelle Musik – mehr als ein Experiment?!

Experimentelle Musik – mehr als ein Experiment?!
Intermediale Musik, Klangkunst oder Improvisation … das Spektrum der experimentelle Musik ist weit gefasst … und doch ist die Musik nicht fassbar, oder?!
Sounds, Klangkulissen, Alltagsgegenstände, die zu Musikinstrumenten werden oder auch Alltagsgeräusche, die Teil der Musik werden – die Verwendung von unkonventionellen Klangerzeugern oder auch das unkonventionelle Verwenden von bekannten und etablierten Instrumenten. Experimentelle Musik ist oftmals ein Experiment, das neue Klänge „erforscht“.
Das Feld der experimentelle Musik ist dabei so weit gefasst wie das musikalische Spektrum der Musik selbst. Vor allem steht experimentelle Musik für das Aufbrechen musikalischer Gewohnheiten und Traditionen – sowohl beim Werkschaffenden als auch bei jeweiligen Publikum. Also ein ganz neuer Ansatz im Umgang mit Musik und der zeitgleichen Schaffung von Neuem … ähnlich wie bei einem Experiment.
In Dortmund ist die experimentelle, intermediale und improvisierte Musik ein fester Baustein der Musikszene. Dabei spielen langjährige Musikformate wie im „mex-Keller“, organisiert von „mex e.V.“ als gemeinnütziger Verein für experimentelle und intermediale Musikprojekte eine wichtige Rolle. Zudem gibt es seit Jahren mit dem „Blauen Rauschen“ ein regional verankertes Festival, das für Klangexperimente und performative Formate steht. Oder das „Visual Sound Festival“, das Free-Jazz, Improvisation und experimentelle Musik und Projekte verbindet. Und gibt es zahlreiche einzelne Musiker*innen, die ihre ganz eigenen Interpretationen der experimentellen Musik erschaffen.
Doch welche Bedeutung hat die experimentelle Musik heute in der Musikszene? Ist es mehr Kunst als Musik? Oder ist es mehr Musik als die „normale Musik? Und welche Tragweite hat der experimentelle Ansatz und wo zeigt sich dieser bei anderen Musikrichtungen?
Neben der ästhetischen Frage, was experimentelle Musik ist und ausmacht, stellen sich auch strukturelle, kulturpolitischen und finanziellen Fragen. Zudem wird an dem Abend auch über die Frage des Stellenwerts der experimentellen Musik diskutiert – also nicht nur: Was ist experimentelle Musik? Sondern auch: Wo findet sie überhaupt statt, unter welchen Bedingungen kann sie entstehen, wie sieht die Förderung und Finanzierung aus und welchen Stellenwert hat sie in der Kulturpolitik?
Diese und viele weitere Fragen und dazugehörige Antworten wollen wir gemeinsam mit dem Publikum besprechen, erörtern und einordnen.
Hierzu sind alle Interessierten ganz herzlich eingeladen.
Diskussionspartner*innen:
Angelika Hoffmann // Visual Sound Festival
Karl-Heinz Blomann // Blaues Rauschen
Sascha Wundes // Klangkünstler
Achim Zepezauer / mex e.V.
Moderation: Didi Stahlschmidt
Öffentlich & für alle Interessierten offen, Eintritt frei
Live Showcase:
„Duo Fragile“
Ein bisschen Jazz, ein bisschen Pop und ganz viel Eigenheit
Zart und zerbrechlich und doch mit einer Kraft, die unmittelbar unter die Haut geht, erzählen die mehrsprachigen Songs von Fragile vom Fliegen, Fallen und wieder Aufstehen, vom immer wieder Mut eigene Wege zu gehen. Sie tauchen unter die Oberfläche, loten die eigene Tiefe aus und schaffen es gleichzeitig immer wieder die Schönheit des Lebens zu feiern. Zwei Singer-Songwriterinnen mit unverwechselbarem Sound und außergewöhnlicher Instrumentenwahl.
Klara Ratajczak: Gesang, HandPan, Cello, singende Säge.
Sara Buschulte: Gesang, Piano, Melodica, Kazoo, Glockenspiel.