HANS A & HANS B

Im Juni 2023 haben die beiden Ladenlokale an der Hansastraße 6-10 ihre Premiere als Projekt- und Ausstellungsräume gefeiert. Das war im Rahmen des f² Fotofestivals, bei dem der frühere Friseursalon und das ehemalige Reisebüro zu den zahlreichen Spielorten zählten.

Vorschau HANS A und HANS B:

HANS A

28.09.2023 // Seminar Gründen in Kunst und Kultur? Reden wir darüber.

28.09. bis 21.10.2023 // Ausstellung „THE MUSIC SOUNDS BETTER WITH YOU“. Einblicke in die außerordentliche Arbeit der beiden großen und immer noch sehr lebendigen Dortmunder Magazinverlage VISIONS und ROCKHARD.

29.09. bis 01.10.2023 // START ART DAYS | Workshop „Präsent auf Instagram – Image aufbauen durch eigene Bildsprache“

30.10. bis 03.12.2023 // Ausstellung „Territorien – Leerstand“

04.12. bis 31.12.2023 // Iris Wolf – „Gedankensammler“

 

HANS B

28.09. bis 21.10.2023 // Ausstellung „THE MUSIC SOUNDS BETTER WITH YOU“. Das Regie-Duo OH MY (Sebastian Tomczak / Felix Horn) präsentiert Auszüge ihrer Regiearbeit für zahlreiche Musikvideos.

30.10. bis 27.11.2023 // Ausstellung „Territorien – Leerstand“

29.11. bis 02.12.2023 // Lisa Panitz – Xperimental LAB

04.12. bis 10.12 2023 // Debora Ando – Druckprojekt mit Studierenden der Fachhochschule Dortmund

12.12. bis 19.12.2023 // Rukiye Hamrouni „Yalla Haji – Über die Pilgerreise nach Mekka und Medina“

 

HANS A | Aktuelle und bereits umgesetzte Präsentationen und Ausstellungen:

GENDERFUL LIFE (11. bis 14.07.2023)

Der „≠ Design und Gender Preis“ wurde 2023 zum dritten Mal für hervorragende genderbezogene Arbeiten der Student*innen im Fachbereich Design der Fachhochschule Dortmund vergeben. Es handelt sich um eine Anerkennung der besonderen gestalterischen Auseinandersetzung mit Geschlechterperspektiven. Es wurden 17 Arbeiten von 20 Student*innen aus fünf unterschiedlichen Studiengängen eingereicht. Drei Studierende des Fachbereichs Design der Fachhochschule Dortmund haben den Design- und Genderpreis erhalten. Die Arbeiten von Elisabeth Kringe, Samaneh Khosravi und Miriam Wolter zeigen starke Menschen in schwierigen Situationen. Die Ausstellung und Preisverleihung fand im HANS A statt.

Die Preisträgerinnen (v.l.): Elisabeth Kringe, Samaneh Khosravi und Miriam Wolter (Foto: Tim Semrau)

GLOBAL ME (03. bis 11.06.2023)

„Global Me“ lotet mit angehenden Erzieher*innen das Spannungsfeld zwischen lokalem und globalem Ich aus. Ausgangspunkt waren Portraits. Die Ausstellung zeigt die mit unterschiedlichen Materialien bearbeiteten Porträtfotos, um sich so möglichen Antworten auf die folgenden Fragen anzunähern: Wer steht da? Wie sind wir verknüpft mit anderen? Wie viel Individualität ist in der globalisierten Welt möglich? Wie unterschiedlich wirkt eine Person jeweils aus der regionalen und der globalen Perspektive?

Das partizipativ angelegte Projekt ist im Rahmen einer Kooperation des Depot e.V., der Volkshochschule Dortmund und des Gisbert-von-Romberg Berufskollegs entstanden.

Konzept und Workshops: Iris Wolf

Die Ausstellung "GLOBAL ME" im Rahmen des f² Fotofestivals 2023 im HANS A (Foto: Stephan Schütze)
HANS B | Aktuelle und bereits umgesetzte Präsentationen und Ausstellungen:

OF HEROES AND NAMES LOST (01. bis 14.09.2023)

Das Beschäftigen mit der eigenen Sterblichkeit ist eine fundamentale Erfahrung des menschlichen Lebens. Religiöse Texte, Mythen und Kunst sind voll mit Verweisen auf die Unsterblichkeit und das Streben danach. Das Paradies, indem der Mensch ewiges und unbeschwertes Leben erfährt und der Pfau als frühchristliches Symbol sind nur zwei Beispiele dafür.

In Ernest Beckers The Denial of Death beschreibt er den Menschen als ein symbolisches Wesen mit Selbstbewusstsein, einem Namen und einer Lebensgeschichte. Er ist sich bewusst, dass er eines Tages sterben wird so wie alles natürliche, will es aber doch nicht wahr haben. Um dieses kognitive Dilemma zu umgehen, baut er sein symbolisches Selbst aus, damit es nach seinem physischen Ableben weiter existiert und er somit eine symbolische Unsterblichkeit erlangen kann, einen Heldenstatus.

Mit diesem Themenkomplex beschäftig sich die Arbeit Of Heroes and Names Lost von Yakob-Aziz König auf drei Ebenen. Dargestellt werden kulturgeschichtliche Symbole, die im Zusammenhang mit der Unsterblichkeit stehen, Statuen, deren Gegenstand verborgen bleibt und die das Streben nach einem Heldenstatus und somit einer symbolischen Unsterblichkeit repräsentieren, sowie Bilder des Friedhofs der Namenlosen in Wien. Hier wurden seit dem 17. Jahrhundert bis in das Jahr 1940 unidentifizierbare Ertrunkene aus der Donau sowie Suizidopfer begraben. Seit den 1930er Jahren kümmert sich insbesondere die Familie Fuchs um die Instandhaltung des Friedhofs.

Of Heroes and Names Lost, 2023 (Foto: Yakob-Aziz König)

SIEHE FOTOS nur Selbstabholung, keine Garantie, keine Rücknahme (07. bis 19.08.2023)

Die Arbeit »siehe Fotos – nur Selbstabholung, keine Garantie, keine Rücknahme« von Sonja Baumeister untersucht das Verhältnis zu alltäglichen Dingen, die nicht mehr gebraucht werden, sowie deren fotografisches Abbild.

Fotografien und Texte aus der Kategorie zu verschenken auf „Kleinanzeigen“ (ehem. ebay Kleinanzeigen) werden als found footage verwendet, um sie durch neue Kontextualisierungen anders lesbar zu machen.

In einem ehemaligen Ladenlokal (HANS B) werden sie inszeniert in einem Hybrid aus privat anmutendem Wohnraum, Fotostudio und »klassischer« Fotoausstellung.

Während des Ausstellungszeitraums werden zudem nicht mehr benötigte Dinge über Kleinanzeigen getauscht – vor Ort gemachte Fotografien der Tauschobjekte dokumentieren dies. So vermischen sich Dynamiken des Gebens und Nehmens, des Dings und dessen Abbild, der Be-, Auf- und Entwertung von Dingen und Fotos sowie des unterschiedlich motivierten Ausstellungsbesuches.

Ausstellungsansicht "siehe Fotos" von Sonja Baumeister (Foto: Sonja Baumeister)

SIS+BROS (03. bis 11.06.2023)

Im Projekt „SIS+BROs“ haben zwanzig Jugendliche und junge Erwachsene aus acht Ländern – überwiegend mit Fluchterfahrung und zwischen 13 und 21 Jahren – ihre individuellen Erfahrungen und Perspektiven zum Thema „Globalität“ fotografisch ausgedrückt. Ein zusätzlicher Foto-Austausch mit befreundeten Menschen aus anderen Ländern ergab einen multinationalen und multikulturellen Blick.

Bei regelmäßigen Treffen, gemeinsamen Fotoexkursionen und einem mehrtägigen Workshop wurden von den Jugendlichen eigenständig Themen und Ideen entwickelt und miteinander ausgetauscht (Experimentierwerkstatt).

Die professionellen Fotografen Jörg Meier und Jens Sundheim gaben Inspiration, Hilfestellung und Feedback zu den gestalterischen, technischen und erzählerischen Aspekten der Arbeiten. Das Angebot motivierte Jugendliche und junge Erwachsene, sich mit der gemeinsamen Lebenswelt sowohl in der neuen wie alten Heimat auseinanderzusetzen.

SIS+BROs ist ein Projekt der LAG Kunst und Medien NRW.

Projektleitung: Stephanie Assmann, Jörg Meier und Jens Sundheim

"SIS+BROS" im Rahmen des f² Fotofestivals 2023 im HANS B (Foto: Stephan Schütze)
Die Ausstellung "SIS+BROS" im Rahmen des f² Fotofestivals 2023 im HANS B (Foto: Jens Sundheim)