Fachhochschule Dortmund: Zwei Mal Gold vom ADC

Studierende das Fachbereichs Design haben sich mit ihren Arbeiten erfolgreich beim Art Directors Club für Deutschland (ADC) beworben. Insgesamt sechs Auszeichnungen vergab der ADC für Semester- und Abschlussarbeiten an die FH Dortmund. Zwei Mal sogar Gold.

5,9 Millionen Tonnen Verpackungsmüll hat sich in deutschen Haushalten 2019 angesammelt – pro Person landeten 72 Kilogramm in der gelben Tonne oder im Container. In ihrem zweiminütigen Kurzfilm „Just In Case“ führen Céline Ahlbrecht, Alina Saltheim und Insa Meyer dem Zuschauer dies vor Augen und lassen ihn dann allein vor eben diesem Müllberg zurück. Die Arbeit der Studentinnen im Studiengang Objekt- und Raumdesign wurde vom ADC mit Gold ausgezeichnet – für eine herausragende Leistung, die neue Maßstäbe setzt.

Handwerklich mit sehr viel Liebe zum Detail sei jede Szene eine Idee für sich, heißt es in der Jurybegründung. Dem Zuschauer werde „mit schönen Bildern eine deutliche Konsumkritik untergejubelt. Sie führt zur brutalen Erkenntnis: Unsere Gesellschaft produziert tagtäglich mit viel Aufwand Dinge, Sachen und Produkte, die letztendlich auf dem Müll landen.“

‚Just in Case‘ auf Youtube bei der Preisverleihung

Recycling für die eigene Kulisse
re Konsumkritik haben sich die Studentinnen bei der Produktion des Films selbst zu Herzen genommen. Mehr als 90 Prozent der Kulissen sind aus Müll und Verpackungsresten erstanden. „Wir haben Materialien wie Farbreste und Holzlatten aus vergangenen Projekten wiederverwertet, Verpackungsmüll aus unseren WGs gesammelt und waren beim Recyclinghof“, erzählt Céline Ahlbrecht. Vom Fachbereich Informatik gab es dazu Elektroschrott. Im Film ist diese Recycling-Kulisse erst auf den zweiten und dritten Blick erkennbar.

Damit setzen die drei Studentinnen auch ein Zeichen gegen Materialverschwendung in der Film-und Fernsehproduktion. „Oftmals landen Kulissen nach wenigen Drehtagen einfach komplett auf dem Müll“, sagt Céline Ahlbrecht. Nachhaltigkeit müsse auch in dieser Branche mehr in den Fokus rücken. Produziert wurde über zwei Monate im großen Studio der FH Dortmund und im Heimstudio während des Corona-Lockdowns.

Gold auch für Sophie Feige

Eine weitere Gold-Auszeichnung ging an Sophie Feige für ihre Arbeit „Was man auf Abenteuerfahrten gut gebrauchen kann“. Die liebevollen Illustrationen erzählen die Geschichte eines Mädchens, die eine Abenteuerreise durch ihre eigene Wohnung beginnt. In ihrer Vorstellung werden aus der Badewanne ein Boot und die Küche zu einem gefährlichen Dschungel. Die Szenenbilder aus Papier und Pappe bieten so viele Details, dass das Umblättern schwerfällt.

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Foto: Céline Ahlbrecht