16. Oktober bis 08. November 2026
Ausstellungsprojekt mit Havva Ayvalik, Eveline Kulik und Gerhard Kurtz
Analoge Fotografie und Gartenbau beruhen auf ähnlichen elementaren Prinzipien: Licht, Zeit und Material. Beide sind Prozesse des Werdens, der Transformation und der Verdichtung von Spuren.
„Der fotografische Garten“ begreift den Garten nicht als bloßes Motiv, sondern als Erfahrungs- und Wissensraum – als einen Ort, an dem sich natürliche, kulturelle und bildgebende Prozesse überlagern. Wie im Garten etwas wächst, sich verändert, Spuren hinterlässt und vergeht, entsteht auch das fotografische Bild aus Einwirkung, Zeit und Material.
Spur – Havva Ayvalik
Cyanotypien auf handgeschöpftem Papier, in denen Pflanzen und Materialien unmittelbareSpuren hinterlassen. Licht und Natur werden selbst zu Akteuren der Bildentstehung.
Prozess – Eveline Kulik
Kameralose Arbeiten, in denen fotografische Bilder durch chemische Reaktionen, Licht und Zeit entstehen. Der Bildprozess bleibt offen und nur bedingt kontrollierbar.
Beobachtung – Gerhard Kurtz
Dokumentarische Arbeiten, die den Garten als realen Landschaftsraum und zugleich als kulturell geformten Ort betrachten.
In der Gegenüberstellung der drei Positionen entsteht ein Spannungsfeld zwischen Abdruck, Prozess und Beobachtung – drei grundlegenden Modi fotografischer Praxis.
Die Ausstellung lenkt den Blick auf eine Fotografie, die nicht nur abbildet, sondern berührt, reagiert und Spuren aufnimmt. In einer Zeit zunehmend entmaterialisierter und beschleunigt produzierter Bilder wird Fotografie hier wieder als physische, zeitbasierte und fragile Praxis erfahrbar.
DER FOTOGRAFISCHE GARTEN
16.10 bis 08.11.2026
Vernissage: 16.10.2026, 19 Uhr
Finissage und Künstler*innengespräch: 08.11.2026, 15 Uhr
Öffnungszeiten: werden noch bekannt gegeben!
Ort: ANNELISE – Raum für Bücher und Bilder, Gneisenaustraße 30, 44147 Dortmund
Ein Projekt im Rahmen von KOMMEN BLEIBEN GEHEN – Kreative Projekte an temporären Orten.