Konzerthaus Dortmund stellt Programm der Saison 2026/27 vor

Antoine Tamestit ist neuer Curating Artist / Zeitinsel-Festival ist zurück

 

Die aktuelle Saison am Konzerthaus Dortmund läuft noch, doch die kommende Spielzeit kündigt sich bereits an: Am Dienstag, 21. April 2026, veröffentlicht das Konzerthaus sein Programm 2026/27, das große Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Lahav Shani und Klaus Mäkelä, internationale Orchester wie das Chicago Symphony Orchestra und das Cleveland Orchestra sowie Solistinnen und Solisten wie Yuja Wang, Hilary Hahn und Igor Levit nach Dortmund holt. Exklusivkünstler Tarmo Peltokoski prägt seine zweite Saison im Ruhrgebiet und rückt Richard Wagner in den Fokus. Eröffnet wird die Saison am Donnerstag, 17. September, mit einem Höhepunkt – und einer Premiere: Das West-Eastern Divan Orchestra ist, dirigiert von Daniel Barenboim, zum ersten Mal im Konzerthaus zu Gast.

Mit dem ersten Festival der Saison kommt die Zeitinsel nach einem Jahr Auszeit umso eindrucksvoller zurück: Der weithin anerkannten Komponistin, Dirigentin und Pianistin, preisgekrönten Dichterin und bildenden Künstlerin Lera Auerbach sind drei Tage im November gewidmet. Den Auftakt macht eine Uraufführung: Das Ariel Quartet, mit dem Lera Auerbach eine lange Zusammenarbeit und viel gemeinsame Konzerterfahrung verbindet, hebt das vom Konzerthaus Dortmund beauftragte 11. Streichquartett aus der Taufe.

Dem neuen Curating Artist der Saison 2026/27 ist das Konzerthaus Dortmund bestens bekannt: Bratschist Antoine Tamestit, ehemaliger Musiker der Reihe »Junge Wilde« und Porträtkünstler der Saison 2017/18, kehrt für die Festivalwoche »Antoine Tamestit & Friends« einmal mehr an das Konzerthaus zurück. Mit Klaus Mäkelä am Pult und gemeinsam mit dem Orchestre de Paris wird Antoine Tamestit das Violakonzert des Briten William Walton erklingen lassen – eines der wenigen bedeutenden Bratschenkonzerte, die es gibt.

Zum 250. Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung geht der Blick auch Richtung USA: Das Konzerthaus Dortmund nimmt es zum Anlass für eine künstlerische Auseinandersetzung und beleuchtet die Vielfalt US-amerikanischer Musik zwischen Freiheitsversprechen, Widersprüchen und neuer Perspektive. Das Jazz at Lincoln Center Orchestra und Gregory Porter kehren im Dezember nach Dortmund zurück, das Chineke! Orchestra wird mit Gershwins »Porgy and Bess« zu erleben sein. Starsopranistin Joyce DiDonato widmet sich mit ihrem Projekt »Emily – No prisoner be« der amerikanischen Dichterin Emily Dickinson und das 2024 von Dirigent, Pianist und Komponist Timothy Long – selbst Angehöriger der Muscogee-, Thlopthlocco- und Choctaw-Stämme – gegründete Projekt »North American Indigenous Song Book« versammelt Auftragswerke preisgekrönter indigener Komponistinnen und Komponisten.

Neben diesen Schwerpunkten bietet das Konzerthaus Dortmund ein gewohnt reiches Programm an klassischen Konzerten mit u. a. dem London Symphony Orchestra dirigiert von John Adams oder der konzertanten Oper »Die Passagierin« unter der Leitung von Mirga Gražinytė-Tyla. Jazz, Pop und Folk gibt es zum Beispiel mit Jazz-Sängerin Dee Dee Bridgewater, mit Musiker und Komponist Goran Bregović and his Wedding & Funeral Band oder Gaye Su Akyol und dem WDR Funkhausorchester.

Abonnements und Wahlpakete sind ab dem 22.04.2026, Einzelkarten ab dem 05.05.2026 buchbar.

Weitere Infos

Konzerthaus Dortmund (c) Oliver Hitzegrad