Emerging Artists Dortmund 6 – zeitgenössische Kunst aus Dortmund

Das Ausstellungsprojekt „Emerging Artists – zeitgenössische Kunst aus Dortmund“ präsentiert ab dem 24. Oktober zum sechsten Mal eine Vielzahl künstlerischer Medien von Malerei, Installation, Skulptur sowie Fotografie bis hin zu Grafikdesign und Szenografie.

Emerging Artists ist seit 2015 DIE Ausstellung für Dortmunder Künstler*innen und Kulturschaffende. Das Projekt verknüpft aktiv Theorie und Praxis: Alle zwei Jahre konzipiert ein neu gebildetes Team aus Studierenden und Absolvent*innen der Dortmunder Hochschulen gemeinsam das grafische Erscheinungsbild, die Szenografie, die Fotografien sowie das Vermittlungsprogramm zur Ausstellung. Vielfältige, kostenfreie und öffentliche Veranstaltungen widmen sich u.a. den verschiedenen Facetten der Selbstständigkeit im Kulturbetrieb und wollen damit zur Professionalisierung der Teilnehmenden sowie der hiesigen Kulturschaffenden beitragen.

Aus über 50 Bewerbungen auf den „Open Call: Kunst“ hat eine dreiköpfige Fachjury acht Künstler*innen ausgewählt, die ihre Werke in der Gruppenausstellung in der uzwei im Dortmunder U präsentieren werden. Erneut wird zum Ende der Ausstellung ein Förderpreis vergeben, der mit einer Einzelausstellung im SUPERRAUM prämiert ist.

Wann?  24. Oktober 2026 – 07. Februar 2027
Wo? uzwei im Dortmunder U


Künstler*innen: Masha Bisalieva, Jürgen Dechert, Bokeum Lee, David Nils Müller, Natalie Plaskura, Max Spielvogel, Katharina Ziesen, Hannah Zühlke

Grafik: Johanna Gerdiken, Julia Hillebrand, Luis F. Düllberg, Marie Jahnke

Szenografie:  Annika Hester und Max Gladisch

Fotografie:  Katharina Kemme


Eröffnung am 23. Oktober, 19 Uhr | uzwei im Dortmunder U

Grußwort: Hendrikje Spengler, Leiterin des Kulturbüros
Begrüßung: Mirjam Gaffran, Leitung uzwei im Dortmunder U
Einführung: Andree Putz und Linda Schröer, Projektleitung


KÜNSTLER*INNEN

Masha Bisalieva (*1999) verbindet in ihrer künstlerischen Praxis emotionale Reflexion mit atmosphärischen Bildräumen. Inspiriert von zwischenmenschlichen Begegnungen illustriert sie Situationen die persönlich sind und gleichzeitig gesellschaftliche Themen aufgreifen, verbinden und zum Dialog einladen.

Jürgen Dechert (*1994) beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit dem parasitären (An)haften von Material, Körpern und Objekten sowie dem Besetzen und Einnehmen von Räumen. Mit seinen installativen und performativen Interventionen bespielt er regelmäßig den öffentlichen urbanen Raum.

Bokeum Lee (*1996) verbindet textile Verfahren mit Fotografie. Aus Erinnerungen und Fragmenten entstehen fragile Arbeiten, die durch Dehnen und Schichten das Flüchtige haptisch greifbar und Zeitlichkeit physisch erfahrbar machen: ein stetiger Dialog zwischen Licht, Faser und Transformation.

David Nils Müller (*2002) ist Fotograf und bildender Künstler. Seit 2022 studiert er Fotografie an der Fachhochschule Dortmund. In seinen fotografischen und installativen Arbeiten setzt er sich mit gesellschaftlichen und medialen Fragen auseinander. Dabei interessiert er sich insbesondere für die Wirkmacht von Bildern, kulturelle Identität und Konsum.

Die Filme von Natalie Plaskura (*1984) bewegen sich an den Schnittstellen von opulenter Inszenierung, traumartiger Narration und surrealer, visueller Komposition. Sie erschafft eigene ästhetische Welten, die wundersame, groteske Geschichten über Transformation und verborgene Geheimnisse erzählen und eine Atmosphäre erzeugen, der man sich nicht entziehen kann.

Die malerischen Arbeiten von Max Spielvogel (*2001) zeigen surreale, fragmentierte Wesen in begrenzten Bildräumen. Zwischen Konstruktion, Zufall und Imagination entstehen hybride Kreaturen, inspiriert von Mythologie, Paläontologie und der Spannung zwischen Realität und Vorstellung.

Mit Pupskissen, Boxautos und Monstertrucks untersucht Katharina Ziesen (*1997) auf spielerische Weise Themen wie Identität und soziale Strukturen hinsichtlich Abhängigkeiten sowie Profilierungssituationen und eröffnen neue Handlungsräume, wobei durch die Materialität der Keramik die Zerbrechlichkeit und Sensibilität dieser Themen sichtbar und erfahrbar wird.

Mit Körpern und Köpfen als zentrale Bildsujets, balanciert Hannah Zühlke (*1999) Fragen nach Realitäten und Fiktion und untersucht in ihrer malerischen Praxis Formen performativer Präsenz in Bild und Raum.

GRAFIK

Die gestalterische Kernidee basiert auf dem Prinzip der Ebenen. Ebenen stehen für ein Nebeneinander und Miteinander unterschiedlicher Positionen: Jede künstlerische Arbeit existiert eigenständig und wird zugleich Teil eines größeren Zusammenhangs. Innerhalb der Ausstellung bedeutet dies immer auch ein Raumnehmen und Raumgeben — ein Zusammenspiel aus Individualität und Gemeinschaft.

Johanna Gerdiken, Julia Hillebrand, Luis F. Düllberg und Marie Jahnke studieren seit 2023 gemeinsam Kommunikationsdesign an der FH Dortmund. In ihrer Zusammenarbeit bündeln sie unterschiedliche Hintergründe zu medienübergreifenden Konzepten, bei denen die individuellen Gestaltungssprachen ineinandergreifen.

Seminar an der FH Dortmund
Die visuelle Identität entstand im Seminar „Visuelle Erscheinungsbilder für Kunst & Kultur: Emerging Artists VI“ an der Fachhochschule Dortmund unter Leitung von Jonas Herfurth (Ten Ten Team Design Studio). Zwölf Studierende entwickelten in fünf Teams bzw. Einzelarbeiten eigenständige Entwürfe für die Ausstellung. Der prämierte Entwurf prägt nun den öffentlichen Auftritt des Festivals – von Plakat und Programm bis zur digitalen Kommunikation

SZENOGRAFIE

Die Szenografie basiert auf einem modularen System, das flexibel auf verschiedene Anforderungen reagieren kann. Die Gestaltung übersetzt das Narrativ der Ebenen in eine räumliche Inszenierung, die sich durch die monochrome Farbgebung klar vom Raum abgrenzt und gleichzeitig zurückhaltend genug bleibt, um den Fokus auf die Kunstwerke zu legen.

Annika Hester (*2000) studierte Objekt- und Raumdesign an der Fachhochschule Dortmund. Seit ihrem Abschluss arbeitet Sie als freiberufliche Designerin und bewegt sich dabei zwischen Spielbranche, filmischen Kontext und kulturellen Projekten.

Max Gladisch (*1988) studierte Kommunikationsdesign und Exhibition Design an der Hochschule Düsseldorf und arbeitet als freiberuflicher Designer und Künstler in Dortmund. Seine Schwerpunkte sind räumliche Gestaltung, visuelle Identitäten und Typografie. Die Szenografie für Emerging Artist 6 ist ihr erstes gemeinsames Projekt.

Jury
Dipl. Des. Alicja Jelen M.A. und Clemens Müller (Please Don’t Touch)
Prof.in Dr.in Pamela C. Scorzin (FH Dortmund)
Anna Daschkewitz und Leonie Kohlenbach (Szenografie EAV)
Lioba Sombetzki (uzwei)


FOTOGRAFIE

Katharina Kemme (*1991) ist Dokumentar- und Porträtfotografin. Ihre freiberuflichen Arbeiten sind von soziologischem Interesse geprägt und befassen sich mit Fragen der Identität und Selbstinszenierung.

Nominiert von
Prof. Dirk Gebhardt (FH Dortmund)
Kai Jünemann (FH Dortmund)

 

v.l.n.r. Katharina Ziesen (Künstlerin), Jonas Herfurth (Ten Ten Team, Mentor Grafik), Roland Baege (Fotograf, Mentor Fotografie), Reinhild Kuhn (Dortmund Kreativ), Luis F. Düllberg (Grafikdesign), Masha Bisalieva (Künstlerin), Marie Jahnke (Grafikdesign), Julia Hillebrand (Grafikdesign), Linda Schröer (Projektleitung), Johanna Gerdiken (Grafikdesign), Max Gladisch (Szenografie), Bokheum Lee (Künstlerin), Annika Hester (Szenografie), Andree Putz (Projektleitung), Sarah Hübscher (Kunstvermittlung, Frappanz e.V.), Mirjam Gaffran (uzwei, Leiterin), David Nils Müller (Künstler), Hannah Zühlke (Künstlerin), Jürgen Dechert (Künstler), Alicja Jelen (please don`t touch, Mentorin Szenografie), Max Spielvogel (Künstler), Katharina Kemme (Fotografin), Clemens Müller (please don`t touch, Mentor Szenografie), Natalie Plaskura (Künstlerin)