Premiere im domicil: Erste FLINTA*-Session setzt neues Zeichen in der Dortmunder Jazzszene

 

Safer Space, kollektive Improvisation und neue Perspektiven auf der Bühne

 

Mit der ersten FLINTA*-Session startet im domicil Dortmund ein neues Format, das in der Region bislang einzigartig ist: eine offene Jam-Session, die gezielt einen Safer Space für FLINTA*-Personen in der Jazz- und Improvisationsszene schafft.

In einer Szene, die noch immer stark von cis-männlichen Strukturen geprägt ist, setzt die Session ein bewusstes Gegengewicht. Die FLINTA*-Session lädt dazu ein, Raum einzunehmen, sich auszuprobieren und miteinander zu wachsen.

Das Konzept ist einfach und offen zugleich: Jede Session beginnt mit einer FLINTA*-geführten Opener-Band und öffnet sich anschließend für alle FLINTA*-Musikerinnen*, die Lust haben, gemeinsam Jazzstandards und verwandte Musik zu spielen. Dabei sind ausdrücklich auch unerfahrene Musikerinnen* willkommen – der Einstieg soll niedrigschwellig sein, die Atmosphäre unterstützend und ermutigend. Das Publikum ist offen für alle: Auch cis-männliche Zuhörer sind willkommen und eingeladen, Teil dieses besonderen Abends zu sein.

Zum Auftakt steht die Essener Trompeterin Luzie Micha mit ihrem Quintett RUJI auf der Bühne.

Mit RUJI bringt sie ein Ensemble zusammen, bei dem das gemeinsame Erleben im Zentrum steht. Ihre Kompositionen schaffen Raum für die individuellen Stimmen der Bandmitglieder und entwickeln sich in jedem Moment neu – als lebendiger Prozess kollektiver Kreativität.

Die Musik bewegt sich zwischen Groove und freier Improvisation und erschafft energiegeladene, unwiederholbare Klangräume: dichte, kraftvolle Passagen treffen auf fragile, schwebende Momente. Ein Sound, der sich ständig verändert und das Publikum ebenso einlädt wie die Musikerinnen* selbst.

Initiiert und kuratiert wird die FLINTA*-Session von der Dortmunder Saxophonistin Selma Adden, die fest in der lokalen Szene verankert ist und sich unter anderem im Pro Jazz e.V. engagiert.

Der seit über 30 Jahren bestehende Verein zur Förderung von Jazz und improvisierter Musik unterstützt das neue Format auch finanziell – ein klares Signal für die Bedeutung von Diversität und Nachwuchsförderung in der Szene.

Die Premiere markiert den Beginn einer langfristigen Reihe: Weitere Termine im domicil sind bereits ab September bestätigt. Ziel ist es, die FLINTA*-Session nachhaltig als festen Bestandteil der Dortmunder Jazzlandschaft zu etablieren – als Ort für Austausch, Empowerment und musikalische Entfaltung.

29. April 2026 | 20 Uhr | domicil Dortmund

Eintritt: frei!

Infos & Termine

 

(c) domicil