Oper Dortmund für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST 2026 nominiert

 

Vincent Stefan ist für seine Arbeit an Mazeppa in der Kategorie Medien für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST 2026 nominiert.

Die Nominierung lenkt den Blick auf eine Produktion, mit der die Oper Dortmund nicht nur eine selten gespielte Grand Opéra als szenische Deutsche Erstaufführung auf die Bühne zurückholte, sondern zugleich gezeigt hat, wie kraftvoll sich Wiederentdeckung und Gegenwart im Musiktheater verbinden lassen. Gerade in Mazeppa wurde die mediale Gestaltung zu einem wesentlichen Bestandteil des Abends – nicht als illustratives Beiwerk, sondern als eigenständige Bildsprache, die das Bühnengeschehen mitträgt, verdichtet und erweitert.

Dass Vincent Stefans Arbeit in diesem Zusammenhang besondere Aufmerksamkeit erfährt, hat auch mit seiner eigenen künstlerischen Biografie zu tun. Ausgehend von einer frühen Ausbildung in Klavier und Komposition entwickelte er über Jahre hinweg ein internationales Profil als Musiker, Regisseur, Komponist, Dramaturg, Performer und Fotograf, bevor er sein künstlerisches Tätigkeitsfeld um Videodesign erweiterte. Diese Vielseitigkeit spiegelt sich in seinen Arbeiten wider. Auch in Mazeppa ging es nicht um bloße Illustration, sondern um eine mediale Sprache, die musikalische Dramaturgie, szenischen Rhythmus und visuelle Setzung präzise miteinander verbindet. Die Preisverleihung findet am 14. November 2026 im Staatstheater Wiesbaden statt.

„Mich freut diese Nominierung sehr, weil sie eine Arbeit sichtbar macht, die nur im engen Zusammenspiel mit vielen anderen entstehen konnte“, sagt Vincent Stefan. „An Mazeppa hat mich besonders gereizt, dass die Bildsprache nicht neben der Oper herlaufen sollte, sondern mitten in sie hinein. Gerade bei einem wiederentdeckten Werk können Medien helfen, neue Zugänge zu schaffen – als eigenständige Form von Atmosphäre, Bewegung und Bedeutung.“

Oper Dortmund

Gewürdigt wird bei der Mazeppa-Oper eine szenische Deutsche Erstaufführung, in der visuelle Gestaltung zu einem zentralen Element der künstlerischen Erzählung wird (Bild: Björn Hickmann)