21. Juni bis 04. Oktober 2026
Die Manifesta 16 Ruhr findet über 15 Wochen in vier Städten des Ruhrgebiets statt: Bochum, Duisburg, Essen und Gelsenkirchen. Die 16. Ausgabe im Ruhrgebiet markiert zugleich das 30-jährige Bestehen der Europäischen Nomadischen Biennale, die 1996 in Rotterdam gegründet wurde. Die Biennale entfaltet sich in 12 ehemaligen oder leerstehenden Kirchengebäuden und bringt mehr als 100 Teilnehmende, Kreative, Kollektive sowie vielfältige Vermittlungsprojekte zusammen, die tief in den lokalen Gemeinschaften des Ruhrgebiets verwurzelt sind.
Im Fokus der 16. Ausgabe der Manifesta steht eine der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie können wir in einer von multiplen Krisen, Desinformation und Polarisierung geprägten Gegenwart zur Entwicklung alternativer Gesellschaftsmodelle beitragen? Wie kann Kultur (urbane) Freiräume und Leerstände nutzen, um Spaltung und Isolation in einer Post-Covid-Gesellschaft entgegenzuwirken?
In der vorbiennalen Forschungsphase der Manifesta 16 Ruhr wurde für das Team besonders deutlich, wie sehr es an Gemeinschaftsräumen mangelt und wie groß der Leerstand ungenutzter moderner Kirchengebäude ist. Die zentrale Frage lautet daher: Wie kann die Transformation von Kirchengebäuden der Nachkriegszeit zu Orten des zivilgesellschaftlichen Lebens, des körperlichen Wohlbefindens und der gemeinschaftlichen Begegnung führen? Die Manifesta 16 Ruhr hat Bürger*innen und lokale Gemeinschaften dazu eingeladen, neue Zukunftsperspektiven für diese Räume zu entwerfen und zu überlegen, wie sie sozialen Zusammenhalt und Austausch stärken können.
Das Manifesta 16+ Programm präsentiert Projekte lokaler Künstler*innen und Initiativen in Dortmund, Herne, Mülheim an der Ruhr, Marl, Bottrop, Essen, Bochum, Gelsenkirchen, Duisburg und Oberhausen.
In Dortmund werden folgende 5 Projekte umgesetzt:
Nebenan: Quartiersgeschichten – Auf dem Weg zur Ehrenamtskirche
Reclaiming the Space of Worship – An Artistic Manifesto (Rückgewinnung des sakralen Raums – Ein künstlerisches Manifest)
Das Morgen gestalten: Offene Türen, neue Gemeinschaften
Baze
This Is Not a Bar (Das ist keine Bar)
Die Manifesta 16 Ruhr wird vollständig kostenfrei und ohne Ticketgebühren stattfinden, um sicherzustellen, dass die neu geschaffenen Orte der Kultur und Begegnung wirklich offen und für alle zugänglich sind.
Die zentrale Eröffnungsfeier findet am 20. Juni 2026 von 18 bis 23 Uhr auf dem Welterbe Zollverein in Essen statt. Im dortigen Ehrenhof wird die Manifesta 16 Ruhr die kulturelle Strahlkraft des Ruhrgebietes zeigen und die Region mit einem weitverzweigten Netzwerk europäischer Kulturakteure in Verbindung bringen. Live und vor Ort zeigen die Manifesta 16-Teilnehmer Dúo Barber-Palacios ihre großangelegte Komposition für Kirchenglocken. Der Ruhrkohle-Chor sowie das Bochumer Kollektiv Cute Community Circuit, das die Diaspora-Künstlerinnen und -Künstler Başak Merev, Jamalsrevenge, Justice, Kioomars Musayyebi, Mohammad Tamim und Orli zusammenbringen wird, runden die Live-Darbietungen ebenso ab wie die DJs Oda Haliti und Kessler (live).
Die Eröffnungsnacht der Manifesta 16 Ruhr ist kostenlos und für alle zugänglich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Gäste sind ab 18:00 Uhr willkommen, das offizielle Programm findet von 19:00 bis 23:00 Uhr statt.
Die Zeche Zollverein ist Gastgeberin der Eröffnungsnacht der Manifesta 16 Ruhr. Bitte beachtet, dass dort keine Arbeiten von Teilnehmenden der Manifesta 16 Ruhr präsentiert werden. Das Biennale-Programm ist an zwölf Veranstaltungsorten im gesamten Ruhrgebiet zu sehen.
Manifesta 16 Ruhr Ausstellungsorte